Mary Chapin Carpenter war Teil einer kleinen Bewegung von Countrysängern/Songwritern, die Ende der 80er Jahre vom Folk beeinflusst wurden. Obwohl viele dieser Künstler nie kommerziellen Erfolg hatten, gelang es Carpenter, ihren Anti-Nashville-Ansatz bis Ende der 90er Jahre in Charterfolg und Branchenpreise umzumünzen.
Carpenter wurden in Princeton, New Jersey, wo sie auch aufwuchs, als Tochter eines Managers des Life Magazine geboren. Sie verbrachte zwei Jahre ihrer Kindheit in Japan, wo ihr Vater die asiatische Ausgabe des Life Magazine herausbrauchte. Während der Folk-Explosion der frühen 60er Jahre begann ihre Mutter, Gitarre zu spielen. Als Mary als Kind begann, sich für Musik zu interessieren, gab ihr ihre Mutter eine Gitarre. Carpenter machte während ihrer Highschool-Zeit Musik, doch sie strebte keine Musikkarriere an. 1974 zog ihre Familie nach Washington, D.C., wo sie in die Folk-Szene der Stadt gelangte. Nach Ihrem Highschool Abschluss Mitte der 70er Jahre reiste Sie ein Jahr lang durch Europa. Nach ihrer Rückkehr schrieb sie sich an der Brown University ein und studierte American Civilization im Hauptfach.
Nach ihrem College-Abschluss drang sie tief in die Folk-Szene rund um Washington ein und sang eine Mischung aus Originalen, zeitgenössischem Sänger-/Songwriter-Material und Pop-Covern. Anfang der 80er Jahre Carpenter traf den Gitarristen John Jennings und die beiden begannen, gemeinsam aufzutreten.
Irgendwann machten Sie ein Demotape eines ihrer Songs, das sie auf ihren Konzerten verkauften. Das Tape gelangte zu Columbia Nashville, das Carpenter zum Vorspielen einlud. Im Frühjahr 1987 gab ihr das Label einen Plattenvertrag. Im gleichen Jahr erschien auch ihr erstes Album "Hometown Girl".
"Hometown Girl" und die darauffolgende Single "State of the Heart" (1989) verschafften ihr ebenso wie die beiden Top Ten-Singles "Never Had It So Good" und "Quittin' Time" eine eigene Fangemeinde. Das Countryradio spielte ihr sanftes, folkiges und feministisches Material nur zögerlich, doch sie erhielt gute Kritiken und wurde auf fortschrittlicheren Countryradiosendern und im College-Radio gespielt. Mit dem Album "Shooting Straight in the Dark", das 1990 veröffentlich wurde, gelang es ihr, die Hürden aus dem Weg zu räumen, die ihr im Weg standen. Die Single "Down at the Twist and Shout" schaffte es auf Platz zwei der Single-Charts und das Album verkaufte sich gut. In Deutschland wurde der Song bekannt als Abspann-Musik der Fernsehsendung "MusicCity USA". Das Album selbst ebnete den Weg für das 92er Album "Come on Come On", mit dem sie den Durchbruch schaffte.
"Come on Come On" stellte für Carpenter eine leichte Kursänderung dar. Wenngleich Ihre Lieder immer noch Folk-Songs waren, fühlte sie sich mit Honky Tonk und Country-Rock-Songs wohler, die ihr mehrere Hit-Singles einbrachten. Zwei der Singles aus dem Album "I Feel Lucky" und "Passionate Kisses" schafften es auf Platz vier und "He Thinks He'll Keep Her" wurde zu ihrer ersten Nummer Eins.
Von "Come on Come On" wurden schließlich mehr als zwei Millionen Alben verkauft. Ihr fünftes Album "Stones in the Road", das 1994 herauskam, konzentrierte sich auf folkigeres Material, doch es war immer noch ein großer Erfolg: Innerhalb der ersten sechs Monate nach seiner Veröffentlichung wurden von dem Album mehr als eine Million Kopien verkauft. "Place in the World" wurde im Oktober 1996 herausgebracht und "Time* Sex* Love*" folgte im Frühjahr 2001. Carpenters zehntes Album, das 2004 erschienene "Between Here and Gone", wurde zusammen mit dem Pianisten Matt Rollings produziert.
Nach einigen Jahren der Stille erschien im März 2007 Marys neue CD "The Calling" beim kleinen Label Zoe Records. Trotz der langen Pause konnte sich das Album direkt in den Top10 der Charts festsetzen, ein Zeichen, dass Mary nach all der Zeit nichts von ihrer Kunst verlernt hat.
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